Am 26. März 2026 betrat Alma Lundt die Bühne der Bücherbörse – und nahm uns mit auf eine literarische Reise, bei der man innerlich schon beim Zuhören die Heizung ein kleines bisschen höher drehen wollte. In ihrem neuen Roman „Das Polarkind“ geht es nämlich nicht gerade kuschelig zu: Schauplatz ist ein norwegischer Fjord, irgendwo zwischen atemberaubender Natur und dem Gefühl, dass man dort nachts lieber nicht allein vor die Tür geht.
Im Mittelpunkt steht die Kinderärztin Martha, die eigentlich nur eines möchte: einen Neuanfang. Frische Luft, neue Umgebung, vielleicht ein bisschen Selbstfindung – das übliche Programm. Doch wie das in guten Thrillern so ist, bleibt es natürlich nicht bei langen Spaziergängen und innerer Balance. Stattdessen verschwindet plötzlich das Kind ihrer Vermieter – und das ausgerechnet unter Marthas Aufsicht. Kein Druck also.
Alma Lundt verstand es hervorragend, die Zuhörer Stück für Stück tiefer in diese frostige, unheimliche Geschichte hineinzuziehen. Man schwankte ständig zwischen „Das wird schon irgendwie gut ausgehen“ und „Oh nein, das wird ganz und gar nicht gut ausgehen“. Und während draußen vielleicht der Frühling langsam anklopfte, wurde es im Kopf eher eisig.
Es war ein rundum spannender Abend – mit angehaltenem Atem, leisen Gänsehautmomenten und der kollektiven Erkenntnis am Ende: Jetzt wollen wir wirklich alle wissen, wie es weitergeht.