Am Freitag, den 12. September 2025, wurde der Paritätische Campus Blücher mit einem großen Sommerfest eröffnet. Mit diesem Fest wurde die umfassende Sanierung des Heinrich-Plett-Hauses abgeschlossen, das 1960 erbaut und bis 2012 als Seniorenheim genutzt wurde. Heute setzt die Fertigstellung neue Maßstäbe für die gemeinsame Nutzung sozialer Räume in Berlin.

Bereits im Jahr 2012 hatten VITA e.V. Berlin und Jugendwohnen im Kiez e.V. das 7.500 Quadratmeter große Gelände an der Ecke Blücherstraße/Schleiermacherstraße erworben. Mit der Gründung der gemeinsamen Tochtergesellschaft, der Blücherstraße 26 Housing gGmbH, wurde das Ziel verfolgt, günstigen Wohnraum zu sichern und eine soziale Infrastruktur im Kiez aufzubauen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Auf dem Campus gibt es heute vielfältige Wohn- und Unterstützungsangebote – darunter Wohnungen für Bestandsmieter*innen, Wohnangebote für wohnungslose Menschen, therapeutische Wohnformen, Eingliederungshilfe sowie Betreutes Einzelwohnen für junge Menschen und für Menschen in Ausbildung. Eine Kita mit 80 Plätzen ergänzt das Angebot und stärkt die Familienfreundlichkeit im Quartier.

„Es muss doch darum gehen, dass wir in dieser Gemeinschaft, in dieser Gesellschaft und in dieser Demokratie für alle … einen Wohnraum haben, der bezahlbar ist, der lebbar ist, und der eine Gemeinschaft ermöglicht, wie hier.“Peter Knösel, Vorstand Jugendwohnen im Kiez e.V.

Auch von unserer Seite war die Freude über den gelungenen Abschluss groß. Dr. Johny N. Weatherly, Vorstand von VITA e.V. Berlin, betonte: „Nach über 13 Jahren können wir gemeinsam ein umfassendes Bau- und Entwicklungsprojekt … abschließen. Was kompliziert … anfing, ist zu einem guten Ende gekommen, zu einem Paritätischen Campus, lebendig, Cosmo politisch, im Kiez integriert…“

Der neue Paritätische Campus Blücher ist heute ein gemeinsames Zentrum für Wohnen, Inklusion, Kinderbetreuung und Begegnung. Damit zeigt sich, was gelungene Kooperationen sozialer Träger für die Menschen in Berlin bewirken können.

Auch der Paritätische Wohlfahrtsverband würdigte das Engagement. Martin Hoyer, Geschäftsführer des Verbandes, hob hervor: „Wenn soziale Träger selbst Bauprojekte anstoßen, um Wohnraum und soziale Angebote zu sichern, kann das nicht genug Anerkennung bekommen.“

Ein besonderer Dank ging an die Bewohner*innen des Hauses, die während der dreijährigen Sanierungszeit viel Geduld aufbringen mussten. Gunter Fleischmann, Geschäftsführer der Blücherstraße 26 Housing gGmbH, erklärte:
„Es hat eine Menge Energie und Engagement gebraucht, ein so komplexes Vorhaben umzusetzen… Die Bewohnerinnen und Bewohner hatten während der fast 3-jährigen Sanierung am meisten unter dem Baulärm, dem Dreck und den Umzügen zu leiden. Wir danken Ihnen herzlich für die Geduld und Ausdauer und hoffen, dass das schöne Ergebnis … für die Belastungen entschädigt.“

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